Verletzung von Privatgeheimnissen

Bestraft wird (im privatwirtschaftlichen Bereich), wer unbefugt ein fremdes, z.B. zum persönlichen Lebensbereich gehörendes, Geheimnis offenbart, das ihm als Arzt, Zahnarzt, Apotheker, Berufspsychologen, Rechtsanwalt, Patentanwalt, Notar, Wirtschaftsprüfer, Buchprüfer, Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Ehe-, Familien-, Erziehungs- oder Jugendberater sowie Berater für Suchtfragen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen oder Angehörigen eines Unternehmens der privaten Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherung oder einer privatärztlichen, steuerberaterlichen oder anwaltlichen Verrechnungsstelle anvertraut worden oder sonst bekanntgeworden ist. (Die Aufzählung ist gekürzt.)

Entsprechendes gilt, wenn ein Datenschutzbeauftragter eines der Vorgenannten unbefugt ein solches fremdes Geheimnis offenbart, das letzterem in dessen beruflicher Eigenschaft anvertraut worden oder sonst bekannt geworden ist und von dem ersterer bei der Erfüllung seiner Aufgaben als Datenschutzbeauftragter Kenntnis erlangt hat.

Bemerkenswerterweise handelt es sich hierbei also nicht um eine Ordnungswidrigkeit nach dem BDSG, sondern um einen Straftatbestand nach dem Strafgesetzbuch.

Für Amts- und Funktionsträger im öffentlichen Bereich gelten ähnliche Strafandrohungen.

[Details in Wikipedia]
[§203 StGB in juris]

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